Lungern OW Totentanz (zerstört)

Den Hinweis auf den Totentanz verdanken wir der Chronik von Pfarrer Johann Beat Ming (1719-1743). Sie berichtet, dass 1621 die Kirche und das Beinhaus erweitert und die Altäre beider Sakralbauten geweiht wurden.
Den Hinweis auf den Totentanz verdanken wir der Chronik von Pfarrer Johann Beat Ming (1719-1743). Sie berichtet, dass 1621 die Kirche und das Beinhaus erweitert und die Altäre beider Sakralbauten geweiht wurden.
Der Totentanz besteht aus acht Tafeln mit 24 Personengruppen. Der Tod wird dabei mit unterschiedlichen Requisiten als Begleiter ausgezeichnet. Wegen der unterschiedlichen Form gehörte die Tafel 0 vermutlich ursprünglich zu einem anderen Totentanz.
Als Einleitung dienen: der Luzerner Standesschild mit zwei Wilden Männern als Schildhalter, der Kampf zwischen dem Totenschiff und dem Schiff der Lebenden, Matteo Visconti übergibt Alberto Scotti sein Zepter, der Tanz der Toten, der Sündenfall (verloren) und die Vertreibung aus dem Paradies.
Glasscheibe Dankbare Tote 1562.
Im Zentrum der Wappenscheibe kniet der Stifter Jakob Fuchsberger in Kriegsmontur, Helm und Kommandostab liegen neben ihm am Boden. Vorne links erkennt man das Familienwappen, dargestellt wird ein Fuchs auf einem grünen Dreiberg, der einen Hahn im Maul festhält und nach rechts davon schreitet.
Fridolin ist als heiliger Abt in Mönchskutte mit dem Skelett des Grafen Urso dargestellt. Mit der linken Hand hält Fridolin den reich verzierten Hirtenstab mit Pannisellus (Tuch am Stab. Der Pannisellus unterscheidet den Abtsstab vom Bischofsstab).
Darstellung am Schalturm. Bearbeitung geplant.
Kein Totentanz, sondern Darstellung der Legende der dankbaren Toten. Wir blicken auf ein Dorf in ländlicher Umgebung. Im Hintergrund erheben sich Felder und Hügel vor bewölktem Himmel. In der Mitte stehen einige Bauernhäuser und die Dorfkirche. Rechts im Vordergrund schauen wir von einem mit Baumstämmen bewaldeten Hügel auf das Dorf hinab. Im Vordergrund Mitte links erkennen wir die Szene mit den dankbaren Toten. Im von einer Ringmauer umgebenden Friedhof vor der Kirche kniet der mit erhobenen Händen betende Ritter, rechts neben ihm steht sein Pferd.
Wandmalerei. nicht mehr erkennbar. Bearbeitung geplant.
Memento mori. Bearbeitung geplant.